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Refraktiver Linsenaustausch (RLA)

Wenn aufgrund Ihrer starken Fehlsichtigkeit oder einer bereits bestehenden Alterssichtigkeit weder eine Laser-Behandlung noch die Implantation einer Zusatzlinse für Sie in Frage kommt, ist in vielen Fällen ein refraktiver Linsenaustausch die optimale Behandlungsmöglichkeit. Dank modernster Austauschlinsen gehören nach dem Eingriff Gleitsichtbrillen und andere Sehhilfen der Vergangenheit an.

Die im Rahmen eines refraktiven Linsenaustauschs (RLA) eingesetzte Multifokallinse kann neben Ihrer Kurz-, Weit- und Stabsichtigkeit auch Ihre Alterssichtigkeit korrigieren.

Voraussetzungen für einen refraktiven Linsenaustausch (RLA):

  • jede Weitsichtigkeit
  • jede Kurzsichtigkeit
  • Hornhautverkümmung
  • Alterssichtigkeit

Moderne Multifokallinsen besitzen mehrere Brennpunkte und machen somit – ganz wie die gesunde natürliche Augenlinse – eine scharfe Sicht in die Nähe wie in die Ferne möglich. Nach der Implantation können Sie im Alltag sowohl auf Ihre Gleitsicht- wie auch auf Ihre Lesebrille verzichten.

Wurde bei Ihnen neben der Fehlsichtigkeit eine Hornhautverkrümmung (Stabsichtigkeit/Astigmatismus) diagnostiziert, wird Ihnen Ihr behandelnder Arzt den Einsatz torischer Multifokallinsen empfehlen.

Auf Basis einer eingehenden Untersuchung Ihrer Augen sowie abhängig von Ihren individuellen Wünschen und Bedürfnissen klären wir in einem ausführlichen Beratungsgespräch mit Ihnen, welche Linse für Sie persönlich am besten geeignet ist.

Ablauf des refraktiven Linsenaustauschs

Nach einem Informationsgespräch und dem Eignungstest führen wir wie bei der Implantation einer phaken Linse in einem Abstand von ca. drei bis sieben Tagen die Operation an beiden Augen durch. Für Ihren Aufenthalt bei uns sollten Sie am Behandlungstag ca. zwei Stunden einplanen. Bitte lassen Sie sich von einer Begleitperson zu Ihrem Operationstermin bringen, da Sie nach dem Eingriff kein Fahrzeug führen dürfen. Legen Sie am Behandlungstag bitte kein Make-up auf und verzichten Sie auf Kosmetikartikel wie Parfüm, Haarspray oder Rasierwasser.

Im Normalfall führen wir den Eingriff, der für Sie komplett schmerzfrei ist, unter Lokalanästhesie durch. Auf Wunsch kann Sie unser erfahrenes Anästhesie-Team jedoch auch in Vollnarkose versetzen.

Der Operationsverlauf ist identisch mit dem einer Kataraktoperation zur Behandlung des Grauen Stars: Die körpereigene Linse wird aus dem Kapselsack abgesaugt und durch eine auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Kunstlinse ersetzt.

Als weltweit häufigster operativer Eingriff am Auge wird die Kataraktoperation allein in Deutschland mehr als 700.000 Mal pro Jahr durchgeführt. Täglich garantieren auch unsere Fachärzte in unseren verschiedenen OP-Zentren höchste Behandlungsqualität bei dieser Standardoperation.

Der Operateur eröffnet die Hornhaut am Rand mit einem winzigen, ca. 2 mm kurzen Schnitt (Inzision).

Im Anschluss wird die körpereigene Linse abgesaugt.

 

Nun erfolgt die Implantation der Kunstlinse in den leeren Kapselsack; sie entfaltet sich im Auge selbstständig und wird mit kleinen Füßchen fixiert.

Die minimale Hornhautöffnung verschließt sich im Normalfall rasch von selbst; eine Naht ist nicht nötig.

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